Ein breitgefächertes Programm, für jeden Geschmack etwas dabei und der listige Hintergedanke etwas Bannbrechendes zu bringen – auch beim diesjährigen Konzert gelang es unserem Kapellmeister Hermann Ortner wieder, eins oben drauf zu setzen.
Am Freitag, 11. und Palmsamstag, 12. April 2003 fand das traditionelle Frühjahrskonzert der Musikkapelle Scheffau statt.
Eröffnet wurde der Konzertabend an beiden Tagen um 19:30 Uhr mit dem Programm „Jugend musiziert“. Dieser Part wurde mittlerweile schon zum fixen Bestandteil der Scheffauer Frühjahrskonzerte, wobei die Jungmusikanten immer wieder ein ansprechendes Vorprogramm zum Besten gaben.
Der 1. Teil begann mit dem Stück „Aus dem Leben Zarathustras“ von Wolfram Rosenberger.
Gespielt wurde der 1. Satz „Das Kind mit dem Spiegel“ welcher eigens von Michael Sojer für unsere Holzbläser eingerichtet wurde.
Die darauffolgende WINDFONIETTA v. Fritz Neuböck gliederte sich in 3 Sätze: der Elegie, der Serenade und dem Finale.
Bewährt hatten sich auf alle Fälle die Idee, dass sich mehrere Musikanten die Moderation teilte und durch das Programm führte, und so wurde als nächstes „Innsbruck ich muss dich lassen“ von Heinrich Isaac in einer Bearbeitung von Peter Gartner angekündigt. Untermalt wurde das Stück mit einem beeindruckenden Film: „Das arme und karge Leben der Bergbauern in Tirol“.
Einen besonderen Ohrenschmaus bot uns Georg Widschwendter mit „Auld Long Syne“, von Simone Mantia, einem Solo für Tenorhorn und Blasorchester. Die Darbietung überzeugte von einer Leichtigkeit, die nicht erkennen ließ, dass dies bis dato das anspruchsvollste Solostück unseres ersten Tenoristen war.
Zu einem wahren Bühnenspektakel mutierte „Sich mahnen erlöst“ v. Erland Maria Freudenthaler. Das Konzertstück für symphonisches Blasorchester stellte die bunte Vielfalt der Musikkapelle unter Beweis, passend dazu die LIVE-MALEREI mit Gitti Horngacher. Die Künstlerin ließ sich dazu inspirieren, während des improvisativen Blasorchesterwerkes ein Gemälde zu gestalten. Die Malerei fand im Partyzelt vor der Schule statt, wurde live gefilmt und auf die Leinwand hinter der Musikkapelle projiziert.
Mit „DUCHI“ „Meringue / El Perico“ von Johan Perik swingten wir in den durchwegs modern gehaltenen 2. Teil des Abends. Darauf „RETURN to ITHAKA“ v. Kees Vlak, ein griechisches Tongemälde nach der Odyssee von Homer und „BIRDLAND“, eine Komposition des zweifellos bekanntesten österreichischen Jazz-Musikers Joe Zawinul mit Chorus für Alt-Saxophon und Trompete. Der Titel „MUSIC“ von John Miles brachte das Publikum zum Staunen. Ein ausgezeichneter Solist auf der Klarinette und dem Saxophon nämlich Klaus Egerbacher überraschte diesmal mit Sologesang.
Zum Finale wurden der „Alte Swing Kameraden“-Marsch, die Polka „Böhmischer Traum“ und „Jägers Abschied“ gespielt.
Anschließend an die Konzerte konnten wir uns erstmals im eigens dafür aufgestellten Partyzelt mit unserem Publikum zusammensetzen und über das Konzert diskutieren. Eines sei gewiss, die Idee als solches ist unumstritten gut. Leider wurden gewisse Geschäfte zu grosszügig vergeben, das es finanziell fast in ein Desaster ausartete.