Konzert

Frühjahrskonzert 2005 - Rückblick

18. und 19. März 2005

Scheffau

Am Palmwochenende war es wieder soweit, das Highlight der BMK Scheffau stand vor der Tür.

Die Vorbereitungen liefen ja schon seit Anfang Jänner. Am Beginn waren es noch ein bis zwei Proben in der Woche. Doch bald begannen schon die ersten Registerproben. Weiter ging es mit Probeneinteilungen in Begleitung, Melodie und besonders Holz. Denn die endlos langen Auf- und Abbewegungen strapazierten die Finger, den Ansatz und besonders die Nerven. Im Finale der Vorbereitung ist dann ein jeder Musikant bei drei, wenn nicht sogar vier Proben in der Woche angelangt – wobei das Heimstudium hierbei gar nicht erwähnt wird.

Doch dieses Jahr war ja wieder alles anders. Die Kapelle musste sich erst noch an den Kapellmeister gewöhnen, und umgekehrt war das Ganze natürlich mal fünfzig. Denn uns war der Name Helmut Oberdorfer schnell ein Begriff. Doch wenn man eine Musikkapelle – nein, nicht eine Musikkapelle, sondern die Musikkapelle Scheffau – von heute auf morgen kennenlernen soll, dann: Heli „host ma scho a bissal Load do“.

Aber dieses Neuland wurde von beiden Seiten mit gegenseitiger Achtung, Verständnis, Eifer und natürlich mit dem nötigen Spaß und der Freude zur Musik erforscht. Eine weitere Neuheit war die Platzreservierung, bei der uns der TVB fleißig mithalf. Dies wurde von den Gästen auch sehr gut angenommen.


Das Konzertprogramm, für das andere Kapellmeister normalerweise fast ein Jahr Zeit haben, musste unser Helmut kurzerhand zusammenstellen. Doch dies ist ihm wirklich hervorragend gelungen.

Nach dem Vorprogramm mit „Jugend musiziert“ begann der Hauptteil des heurigen Frühjahrskonzertes mit „Impressionen aus Rtyne“. Wunderbare Holzklänge, begleitet von den Hörnern, ließen uns nochmals zurückblicken an unsere Reise zu unseren Musikfreunden. Anschließend folgte der Marsch „Mens sana in corpore sano“, welchen uns unser Niederacher Peter zu seinem 50. Geburtstag sponserte. Darauf folgte das Fagottsolo für Nathalie, „Mister Petz“ und „Musik in Dur und Moll“ aus Nord- und Südtirol.

Zum Schluss des ersten Teiles folgte unser heuriges Bravourstück, die „Titanic“ von Stefan Jaeggi. Diese dramatische Fantasie raubte uns bei so mancher Probe den letzten Nerv. Die Klarinetten folgten ihren Gängen verzweifelt rauf und runter, die Posaunen wurden von einem forte ins piano dirigiert, danach oft unverständlicherweise wieder in ein fortissimo. Für die gesamte Musikkapelle war es wirklich eine Wohltat, als die Bässe zum Schluss die Titanic untergehen ließen.

Der zweite Teil begann mit einem Marche grotesque von „Don Quixote“. Darauf folgte „Celtic Flutes“. Dieses Solo für unsere zwei Flöten Roman und Michaela brachte wieder einmal eine völlig neue Stilrichtung auf die Notenständer der Bundesmusikkapelle. Weiter ging es dann noch mit Brass und Dixie und der „Indiana Jones Selection“. Als letztes Stück brillierte noch unser Vizekapellmeister Klaus Egerbacher als Gesangssolist mit der Stevie-Wonder-Nummer „Sir Duke“. Das Ganze wurde noch umrahmt von einem sich jährlich wieder übertreffenden Conférencier Reinhard Horngacher und den Zugaben „Kleine Serenade“ und „Der Mond ist aufgegangen“.


Als wir dann auch noch an beiden Tagen von den Zuschauern mit tosendem Applaus belohnt wurden, da wussten wir alle, dass sich die Proberei wieder einmal ausgezahlt hat und der erste große Auftritt der BMK Scheffau unter der Leitung von Helmut Oberdorfer wurde ein voller Erfolg. Dies wurde auch durch den Besuch von Edgar Seipenbusch bestätigt. Dieser, seines Zeichens ehemaliger Generalmusikdirektor, sprach der gesamten Musikkapelle höchstes Lob aus.

Weiters kann man auch sagen, dass sich die Kapelle und der Kapellmeister sehr gut aufeinander eingestimmt haben, was anschließend auch gefeiert werden musste. An beiden Tagen waren wir im Gasthof Weberbauer und natürlich nahmen wir dorthin auch viele Freunde mit.